Hoersturz.de
Hoersturz.de

ALLGEMEINES ZUM TINNITUS:

Etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an Ohrgeräuschen (Tinnitus). Diese Krankheit lässt viele Patienten depressiv werden, weil es den Zustand der Stille in ihrem Leben nicht mehr gibt. Nach einer kurzen oder längerfristigen Schädigung geben die kleinen Sinneshärchen im Innenohr falsche Impulse an den Hörnerven und das Gehirn weiter, die vom Patienten als schrille, pfeifende oder plätschernde Geräusche wahrgenommen werden. Das Phänomen Tinnitus ist schon seit der Antike bekannt. Auch Martin Luther litt darunter und glaubte an eine Machenschaft des "zottichen Gesellen aus der Höllen". Man vermutet, dass auch der Maler Vincent van Gogh von Tinnitus betroffen war und sich aus Verzweiflung über das Pfeifen das rechte Ohr abschnitt.

Ursachen: Der Hörsturz ist nur ein Auslöser von Tinnitus. Mittel- und Innenohr können Ausgangspunkt der Beschwerden sein. In erster Linie kommt aber eine Schädigung des Innenohres durch Lärmbelastung in Betracht. Es muss nicht erst ein "Knalltrauma" beim Silvesterfeuerwerk oder die Dauerfolter eines Presslufthammers sein, die das Ohr streiken lassen. Auch unterhalb der anerkannten Schädigungsgrenze von 85 dB können Schäden auftreten, insbesondere dann, wenn der Lärm oder die Geräuschkulisse als störend empfunden werden. Bei einer chronischen oder akut auftretenden Durchblutungsstörung (Hörsturz) oder einer plötzlichen Schwindelattacke (M.Meniere) kann ein Tinnitus Begleiter sein.

Immer kommt es bei Tinnitus zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Innenohres, die zu der beschriebenen Irritation der Sinneshärchen führt. Auch andere Krankheiten des Körpers machen vor dem Ohr nicht Halt und haben Einfluss auf dessen Funktion: Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und zu hoher Blutdruck (die Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen) sowie Allergien, Unverträglichkeiten gegenüber Medikamenten, Erkrankungen der Halswirbelsäule und des Herz-Kreislauf-Systems.

Hörvorgang: Objektiver Tinnitus und subjektiver Tinnitus

Zwei Arten von Ohrgeräuschen sind zu unterscheiden: Die einen werden in Umgebung des Ohres tatsächlich ausgelöst, zum Ohr fortgeleitet (siehe Ohr und Hörvorgang) und z.T. vom Arzt mit seinem Stethoskop auch gehört (objektiver Tinnitus).

Die anderen nimmt der Patient nur selbst wahr, als wären sie real (subjektiver Tinnitus). Hier geben die kleinen Sinneshärchen die falschen Signale zum Hörzentrum des Gehirns weiter. Schallphänomene können im Kopf auch entstehen, wenn die Kiefergelenkknochen aufeinander reiben, deshalb muss immer auch eine zahnärztliche Abklärung erfolgen; oder wenn evt. unbewusste Kau- oder Knirschbewegungen hinzukommen; wenn sich in seltenen Fällen Verspannungen an den Muskeln von Gaumensegel und Mittelohr einstellen; oder wenn die Gehörknöchelchen des Mittelohres versteifen; wenn Veränderungen an den Blutgefäßen auftreten: z.B. bei geschlängeltem Verlauf, bei der Erweiterung von Adern oder der Verbindung zweier Gefäße, sind Ohrgeräusche möglich; hier hört man ein regelmäßiges Pochen synchron zum Herzschlag. Auch wenn eine "Blutarmut" (Anämie) besteht, ist ein strömendes Geräusch des Blutes zu hören (im Volksmund "Nonnen-sausen " genannt). In seltenen Fällen ist eine Geschwulst am Hörnerven verantwortlich. Auch harmlose Dinge wie ein Pfropf aus Ohrenschmalz, der den Gehörgang verschließt, oder ein Paukenerguss bei einer Erkältung können vorübergehend störende Ohrgeräusche auslösen.

Für alle subjektiv empfundenen Geräusche wie Tinnitus gilt, dass seelische Befindlichkeiten großen Einfluss auf das Einsetzen und die Wahrnehmung von Ohrgeräuschen haben; Gelassenheit und Ausgeglichenheit setzen die Toleranzschwelle herauf, Stress, Unruhe und Ängste verstärken die Wahrnehmung ungemein.

URSACHEN TINNITUS

 
Ursachen und Auslöser von Tinnitus Virusinfekte
Gefäßveränderungen als Ursachen von Tinnitus Gefäßveränderungen im Innenohr ( z.B.im Rahmen der allgemeinen Arteriosklerose, bei Diabetes mellitus, der ja besonders ganz kleinen Gefäße verändert, bei seltenen Entzündungen der Gefäßwände auf dem Boden einer Autoimmunerkrankung usw.) Hier kommt es dann zum plötzlichen Gefäßverschluss mit Bildung von Blutgerinnseln, so dass die Durchblutung des Innenohres gestoppt wird.
Stress Auslöser von Tinnitus Stress: Hier werden vermehrt Katecholamine (Adrenalin) ausgeschüttet, die zu Gefäßkrämpfen führen und die Durchblutung des Innenohres drosseln oder ganz unterbinden. Von Dauer und Ausmaß dieser Krämpfe hängt es ab, ob die Symptome anhalten und ob eventuell Schäden zurückbleiben.
Ursachen und Auslöser von Tinnitus Einblutungen und Verletzungen;
Blutdruck als Auslöser von Tinnitus Zu niedriger oder zu hoher Blutdruck;
Verschleisserscheinungen als Auslöser von Tinnitus Verschleiss Verschleisserscheinungen der Halswirbelsäule mit Durchblutungsminderung der Innenohrregion usw.
© 2008 - 2010 by Consultars
mehr von Hoersturz.de FAQ's Studien mehr Infos Impressum

Literatur: Hörsturz und Tinnitus Buch-Tipps