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Äußeres Ohr

Das äußere Ohr (Auris externa) besteht aus der Ohrmuschel und dem äußeren Gehörgang.

Die Ohrmuschel (Auricula) ist beim Menschen im Grunde ohne Funktion. Die Stellmuskeln, die bei vielen Tieren die Ohrmuschel entsprechend der Richtung des Schalls verstellen können, sind beim Menschen weitgehend zurückgebildet. Die Ohrmuschel besteht aus elastischem Knorpel, der von Haut überzogen wird. Lediglich das Ohrläppchen ist knorpelfrei. Bei Menschen ist eine große Vielfalt an Ohrmuschelformen anzutreffen.

Der äußere Gehörgang (Meatus acusticus externus) ist ein mit Haut ausgekleidetes Rohr von etwa 3-4 cm Länge und 5-10 mm Weite. Er verbindet die Ohrmuschel mit dem Trommelfell. Im äußeren Teil des Gehörgangs, der sich direkt an die Ohrmuschel anschließt, ist die Wand mit elastischem Knorpel versteift. Die Wand der inneren Gehörgangshälfte wird vom Schläfenbein gebildet und besteht somit aus Knochen. Der größte Teil dieser Knochenwand entsteht erst nach der Geburt. Der knorpelige und der knöcherne Teil der Gehörgangswand sind gegeneinander etwas abgeknickt, so dass ein nach unten offener Winkel entsteht. Bei der Untersuchung des Trommelfells mit dem Ohrenspiegel (Otoskop) muss die Ohrmuschel nach hinten oben gezogen werden, um den Knick auszugleichen.

Das äußere Ohr enthält die so genannten Ohrschmalzdrüsen, die ein hellgelbes Sekret liefern, und Talgdrüsen, die die eigentlichen Produzenten des Ohrenschmalzes (Cerumen) sind. Größere Ohrenschmalzpfröpfe können den äußeren Gehörgang verstopfen und die Schallleitung beeinträchtigen.

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