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Hörsturz erkennen und Therapie einleiten

Die Hörsturz-Therapie muss sofort eingeleitet werden. Sobald der Betroffene Symptome im Bereich des Ohres bemerkt, sollte er unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Es sei hier betont, dass ein Hörsturz nicht unbedingt von Ohrgeräuschen begleitet sein muss. Jedes dumpfe Gefühl auf dem Ohr, jeder Hörverlust, aber auch jedes Ohrgeräusch muss möglichst schnell abgeklärt werden, um Spätschäden zu vermeiden. Die Zeit des Abwartens bis zum nächsten Morgen oder bis zum nächsten arbeitsfreien Tag kann bei einem Hörsturz fatale Folgen haben.

Hörsturz-Therapie im Akutfall

In schweren Fällen muss zu Hörsturz-Therapie eine stationäre Aufnahme erfolgen, ansonsten ist eine ambulante Behandlung beim Facharzt möglich. Sie sollte auf jeden Fall in den ersten 24 Stunden erfolgen. Infusionsmaßnahmen zur Erweiterung der Gefäße und Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes gehören zum Standard bei der Hörtsurz-Therapie. Vitamin-B-Präparate und eventuell auch Procain zur Blockade bestimmter Nerven, die die Gefäße verengen, werden ebenfalls meist eingesetzt, in bestimmten Fällen sogar Cortison. Der Betroffene muss zur Ruhe kommen, weil jeder "Stress" zu einer Verschlechterung der Situation führen würde (also nicht zur Arbeit gehen und den gewohnten Alltag fortsetzen!).

Nikotin, Alkohol, Kaffee und gefäßverengende Mittel sind Tabu!

In der Diskussion zur Akuttherapie ist die sog. hyperbare Sauerstofftherapie, die bei Anwendung parallel zur Infusionsbehandlung gute Erfolge im Rahmen der Hörsturz-Therapie haben soll. Die Experten sind hier jedoch noch unterschiedlicher Meinung. Im weiteren Verlauf sollte nach Abklärung aller bereits erwähnten möglichen Ursachen auch eine Beurteilung der eigenen Persönlichkeitsstruktur und der eventuell durch Stress bedingten auslösenden Faktoren erfolgen. Hierzu gibt es viele diagnostische und therapeutische Ansätze, die mit unterschiedlichem Gewicht auf eine körperliche und seelische Entspannung sowie auf eine Verhaltensänderung abzielen. Auch die "Biomentale Therapie" nach H. Geuel sollte erwähnt werden, die basierend auf psychoanalytischen Erkenntnissen Entspannung für Seele und Körper bieten, Lebensführung verändern und selbstbewusstes positives Denken fördern will.

Unter Berücksichtigung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen sollen alltägliche Anforderungen besser bewältigt und Überforderungssituationen vermieden werden. So soll Stress als ein Hauptauslöser für den Hörsturz ausgeschaltet und als Verstärker für die Wahrnehmung von Ohrgeräuschen ( s.u.) ausgeschaltet werden. Dieser Weg war für viele nach eigenen Angaben erfolgreich und hat im Rahmen der Hörsturz-Therapie zu einer Linderung der Symptome geführt.

Heilungschancen beim Hörsturz

Die Heilungschancen durch eine Hörsturz-Therapie sind abhängig von de rechtzeitig, innerhalb von Stunden einsetzenden Maßnahmen. Spontanheilungen sind ebenfalls möglich. Mit Rezidiven muss bei Risikogruppen jedoch gerechnet werden, deshalb ist die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung bzw. die Bekämpfung der auslösenden Faktoren wichtig. Wichtig für die Heilungschancen ist, dass in den ersten Stunden überhaupt reagiert und eine ärztliche Untersuchung und Hörsturz-Therapie eingeleitet wird. Die Therapieerfolge in den ersten Stunden werden in der Literatur mit bis zu 90% angegeben und auch in den ersten drei Tagen noch als sehr günstig beurteilt. Die Spontanheilungsrate des Tinnitus beträgt bis zu 30%.
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Literatur: Hörsturz und Tinnitus Buch-Tipps