So war's bei mir

Welche Erfahrungen haben Sie mit Hörsturz oder Tinnitus gemacht. Wie ist es bei Ihnen entstanden? Berichten Sie von Ihren Therapieversuchen oder -erfolgen.
Antworten
Zombienchen
Beiträge: 2
Registriert: Mo 2. Jul 2012, 16:43

So war's bei mir

Beitrag von Zombienchen »

Hallo, ich bin (fast) 39 Jahre alt und hatte vor ca. 3 Wochen einen Hörsturz.
Als Kind hatte ich sehr oft Mittelohrentzündungen und habe auch öfters mal schlecht gehört. Bei Erkältungen sind bei mir auch oft die Ohren zu. Deshalb hab ich mir erstmal keine Gedanken gemacht..
Es war Samstag Mittag und ich saß mit meinem Mann am Küchentisch und wir warteten auf unsere Freunde. Urplötzlich fing mein Ohr an zu piepsen und wie man so schön sagt "da denkt jemand an dich", sagte ich zu meinem Mann: "Claudia und Jörg kommen gleich, mein Ohr klingelt schon." :D
Wir sind dann mit den Beiden im Auto weggfahren, da fielen mir die Ohren zu. Auch das hat mich nicht beunruhigt, das habe ich auf der Autobahn auch öfters. Wir waren dann auf einer Burg und mein Ohr piepste die ganze Zeit und war zu. Ich dachte, ich bekomme wohl eine Erkältung. Dann waren wir in einem Eiscafé und ich hab das Teller.- und Tassenklirren dort kaum ausgehalten, habe sogar Kopfschmerzen davon bekommen. Die Anderen bestätigten aber auch, dass es dort sehr laut zuging, also hab ich mir nichts weiter dabei gedacht.
Ich wartete dann die ganze Woche auf die Erkältung, die ich glaubte zu kriegen. Als sich bis Donnerstag noch nichts gebessert hatte, habe ich beim HNO angerufen und gleich Freitags einen Termin bekommen. Er schaute nur ins Ohr und machte einen Hörtest um den Ohreninnendruck zu messen. Daraufhin sagte er mir, ich sollte das Wochenende über schleimhautabschwellende Nasentropfen nehmen und 2x täglich 10 Minuten Rotlicht machen, dann sollte es bis Montag weg sein. Es wurde Montag, es wurde Dienstag, es wurde Mittwoch.. und es änderte sich nichts. Das linke Ohr war fast dicht und wenn ich mich Abends im Bett auf den Rücken legte, wurde mir schwindelig. Dazu hatte ich fast ständig Kopfschmerzen. Mein Mann und meine Mutter brachten da zum ersten Mal den Verdacht auf Hörsturz auf, aber ich dachte nur, das kann nicht sein, so einen Stress hab ich doch nicht. Kopfschmerzen, Ohr zu... da braucht die Erkältung halt diesmal extrem lang bis sie "ausbricht" und der HNO wird schon wissen, was er sieht.
Donnerstags Abends konnte ich dann kaum einschlafen, so laut hat mein Ohr gepiepst und gehämmert und als mir Freitags morgens nach dem Aufstehen auch noch schwindelig wurde, bin ich wieder zum HNO. Dieser war (zum Glück?) in Urlaub und ich kam zu einer Vertretung. Der schaute erstmal in die Nase, dann in die Ohren und machte dann einen umfangreicheren Hörtest. Darauf meinte er dann nur "na, das ist aber ein Hörsturz vom Feinsten!".
Ich bekam dann 1 Woche lang Infusionen (die mich 170 Euro gekostet) haben und es änderte sich nichts. Am Freitag war ich nun wieder dort und er wollte mir noch eine weitere Woche Infusionen aufschreiben. Da ich aber nur 308 Euro im Monat verdiene, ist das finanziell einfach nicht drin. Ich bekomme nun Tabletten (Trental 400 mg und Dexamethason 0,5 mg) und muß nun am Freitag wieder hin. Der Arzt meinte, es könnte auch nach 3 Wochen oder selbst nach 3 Monaten weggehen, aber man wüsste es halt nicht...
Ich bin einfach nur noch gestresst, wenn ich das Haus verlasse muss ich mich so konzentrieren, damit mich nicht von hinten ein Radfahrer übern Haufen fährt, auf der Arbeit (ich verkaufe Brezeln mitten im Hauptbahnhof) muss ich mich so anstrengen, damit ich die Kunden richtig verstehe und nicht immer nachfragen muss und Zuhause macht mich der Fön, der Staubsauger und selbst der Kühlschrank fast wahnsinnig. Abends im Bett, wenn es dann endlich nicht ruhig ist, kann ich nicht schlafen, weil es in meinem Ohr "tobt".
Kann man denn nicht wenigstens gegen das Piepen was machen? :(

Antworten