Glück gehabt???

Welche Erfahrungen haben Sie mit Hörsturz oder Tinnitus gemacht. Wie ist es bei Ihnen entstanden? Berichten Sie von Ihren Therapieversuchen oder -erfolgen.
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p-langstrumpf0
Beiträge: 1
Registriert: Mo 28. Jul 2008, 13:16

Glück gehabt???

Beitrag von p-langstrumpf0 »

Am 27. Juni wachte ich einem starken Hörverlust und dem Gefühl Watte im linken Ohr zu haben auf! An der HNO-Ambulanz des Krankenhauses (Ärztestreik in Österreich an diesem Tag!!!) wurde ein schwerer Hörsturz festgestellt! Deshalb erklärte man mir, dass ich sofort stationär aufgenommen werden müsse und Infusionen brauche. Ich wurde 7 Tage lang mit Infusionen (2 täglich) und reinem Sauerstoff (2 h täglich) behandelt. Das Taubheits- und Wattegefühl ließen bereits nach dem ersten Infusionstag nach und besserten sich ständig. Bei der Entlassung war mein Gehör fast vollständig wiederhergestellt. Auch das zwischenzeitliche leichte Pfeifen war wieder verschwunden.

Zwischenzeitlich wurde ich im Krankenhaus durch die "Untersuchungs- und Diagnosemühle" geschickt. Aber weder Ultraschalluntersuchung der Halswirbelsäule noch MRT konnten einen Grund für den Hörsturz liefern! Auch war der Stress davor nicht sooo groß!

Da kein medizinischer Grund für den Hörsturz gefunden werden konnte, bekam ich die Empfehlung Lärm und absolute Stille zu meiden. Sollte ein Ohrgeräusch auftreten, solle ich es sofort mit leiser Musik oder einem Zimmerbrunnen zu übertönen versuchen, wenn es nötig sein sollte auch beim Einschlafen. Weiters sollte ich in den nächsten Monaten auf Bergtouren (wegen des Höhenunterschieds) und auf Flüge verzichten.

Seit meiner Entlassung aus dem Krankenhaus nehme ich zur Förderung der Durchblutung "betaserc" und "Vasonit retard" ein und habe keinerlei Beschwerden. Mein HNO-Arzt teilte mir bei der letzten Audio-Kontrolle mit, dass ich sie in etwa 2 Wochen absetzen darf.

Ist das ein typischer Verlauf bei Hörsturz oder habe ich einfach riesiges Glück gehabt?

Svenjot
Beiträge: 1
Registriert: Di 6. Apr 2010, 14:17

Re: Glück gehabt???

Beitrag von Svenjot »

Hallo,
es freut mich, dass es bei dir wieder verschwunden ist. Ich hatte schon 2x einen Hörsturz. Beim erstem Mal am Ende meines Studiums und dieses Mal am Ende meiner Doktorarbeit, vermutlich beides Mal durch Stress ausgelöst. Beim erstem Mal wurde ich gleich ab dem 2. Tag mit Kortison behandelt (mir wurde gesagt gegen eine mögliche Entzündung im Ohr die die Durchblutung vermindert) und es ging nach etwa 4-7 Tagen wieder weg. Beim 2. Mal war es schlimmer und ich hatte zusätzlich zu dem Taubheitsgefühl und dem Hörverlust ein Brummen, Fiepen und sogar gleichgewichtsstörungen/Übelkeit. Da ich in einer anderen Stadt war ging ich zu einem anderen HNO-Arzt und dort wurden mir nur Ginkgo-Pillen zur Erweiterung der Gefäße verschrieben. Zum Glück ist es innerhalb einer Woche auch wieder völlig verschwunden.
Ich denke, dass der Hörsturz bei mir durch den Stress, verbunden mit wenig Sport den ich in diesen Phasen (Prüfungen) gemacht habe entstanden ist. Daher habe ich als kleine (eigen-)Zusatztherapie während meines Hörsturzes viel Sport (bessere Durchblutung) an der frischen Luft (viel Sauerstoff) gemacht wie joggen und Fahrradfahren und habe viel Wasser getrunken. Dies hatte im Nachhinein dann auch einen sehr entspannenden Effekt für mich. Ich weiß nicht ob dies den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst hat aber bei mir scheint es geholfen zu haben oder war zumindest nicht schädlich. Ich bin jetzt zum Glück wieder beschwerdefrei.
Ich hoffe dieser Tipp kann euch helfen!
Viele Grüße,
Sven

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