Hörsturz. ..

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Michael81
Beiträge: 1
Registriert: Sa 12. Jul 2014, 14:53

Hörsturz. ..

Beitrag von Michael81 »

Hallo Ihr Lieben.

Mein Name ist Michael ich bin 33 Jahre alt komme aus Hamburg, habe ein Hörsturz und weis nicht wie es weitergehen soll.
Zu meiner Geschichte.
Am 1.7.2014 hatte ich viel Stress, piepen im Ohr bis zum Hörsturz 100dB grenzend an Taubheit einseitig (rechts).
Am 3.7.2014 zum HNO Arzt mit Einlieferung ins Krankenhaus. 5Tage stationär Behandlung mit Infusionen usw. am 3. Tag Tympanotomie Ohr wurde Operiert und nachgeschaut ob drinnen alles in Ordnung ist. Es war alles in Ordnung kein Riss oder des gleichen es sieht alles gut aus sagte der Arzt.
Kortison haben sie mir auch noch gespritzt ins Ohr. Im Ohr habe ich noch was drinnen sowas wie Watte oder so kann aber immernoch nichts hören und es sind schon fast 14 tage vergangen.
Ich bin am verzweifeln weis nicht was ich machen soll .Bin jetzt noch Krankgeschrieben bis zum 21.07.2014 und dann habe ich auch noch Urlaub bis zum 30.07.2014 aber danach sollte ich wieder Arbeiten, aber was ist wenn es bis dahin nicht besser wird kann ich so Arbeiten oder bin ich mein Job los? weis jemand was ich noch machen soll? Bitte um Hilfe Lg Michael

joel2004
Beiträge: 4
Registriert: Fr 3. Sep 2010, 22:52

Re: Hörsturz. ..

Beitrag von joel2004 »

habe das gleiche erlebt. bei mir hat es ein dreiviertel jahr gedauert bis etwas vom hören zurückgekommen ist. seitdem habe ich das problem mehrmals gehabt. ich mache immer 2 dinge wenn ich wieder probleme bekomme. ich setze einen topf mit wasser auf den herd und halte meinen kopf in den wasserdampf ( dort wo es nicht zu heiß ist natürlich) . am besten mache ich davor etwas sport. meine theorie ist, dass die wärme die gefäße erweitert. außerdem habe ich festgestellt, dass es mir manchmal hilft wenn ich meinen kopf auf eine holzplatte lege und etwas drauf klopfe, so dass die schwingungen auf den schädelknochen übertragen werden. dies ist natürlich kein medizinischer rat sondern lediglich meine eigene erfahrung ! ich kann auch nicht sicher sagen, ob der effekt den ich mir davon einbilde nicht purer placebo effekt ist. wenn du gerade erst operiert wurdest dann würde ich beides erstmal sein lassen. nicht dass die wunde davon aufgeht! die selbstheilungsrate ist beim hörsturz ja hoch.
EnGraVer
Beiträge: 2
Registriert: Mo 28. Jul 2014, 10:56

Re: Hörsturz. ..

Beitrag von EnGraVer »

Hallo Michael,

Dein Hörsturzbericht/Frage ist ja nun schon zwei Wochen her. Ich hoffe, daß es Dir inzwischen besser geht und Du diese Zeilen aber noch liest.
Zunächst einmal ist es eine riesengroße Sauerei, daß Dein Ohr nach einer so kurzen Zeit Deines Hörsturzes operiert wurde (ich nehme an, Dein Trommelfell wurde aufgeschnitten wegen Verdacht auf eine Perilymphfistel). Scheint bei einigen Krankenhäusern gängige Praxis zu sein, um schnell mal Kasse zu machen. Wenn man nicht gerade zur Risikogruppe der Taucher oder Gewichtheber gehört und zudem noch über Schwindelanfälle zu klagen hat, ist solch ein Verdacht doch mehr als fragwürdig,zumal es ja auch ein gewisses Risiko birgt (da kann schnell mal ein Nerv verletzt werden).

Nun soll Dir meine Geschichte aber etwas Hoffnung geben:

Im Herbst/Winter2006 wurde das Hörvermögen meines rechten Ohres im zarten Alter von 44 Lenzen immer schlechter. Ich wollte auch zu einem HNO gehen, doch just dieser Tage saß ich am Computer(ich programmiere und bediene CNC Maschinen) und streckte mich, als es plötzlich in meinem rechten Ohr "knackte", und das Ohr war wieder "frei", ich konnte wieder einwandfrei hören. Aufgrund dieses Ereignisses nahm ich ein erneutes Zusetzen meines Ohres nicht weiter ernst.
Zwischen Weihnachten/Neujahr bekam ich dann plötzlich Schwindel-anfälle. Rieseschreck! Ab ins Krankenhaus .Der Hörtest war vor allem im Tieftonbereich miserabel. Verdacht auf Meniersche Krankheit, sicheheits-halber gab es aber eine Kortisonspritze. Sollte später zum HNO.Dieser tippte dann doch auf Hörsturz und verschrieb mir Trental, welches auch temporär half, jedoch leider nicht dauerhaft. Danach diverse Untersuchungen: u.a. Schwindeltests, Hirnstammaudiometrie, Röntgen der Halswirbelsäule. Unmittelbar nach einer MRT meines Kopfes bemerkte ich eine deutliche Besserung meines Zustandes, jedoch wieder nur für kurze Zeit. Mein Hörvermögen war dann auch sehr schwankend. Ein Hörgerät hätte mir nichts gebracht.
Mitte Februar 2007 wechselte ich aufgrund einer Empfehlung eines Kollegen den HNO. Dieser wies mich zur Infusionstherapie in ein Krankenhaus ein. Mein Hörtest war danach wieder bei 100% !!!
Nach der Entlassung verschlechterte sich mein Zustand jedoch wieder. Ich wechselte diverse Male den HNO und blieb schließlich bei meiner jetzigen HNO-Ärztin "hängen".
Habe dann noch alles mögliche ausprobiert : Akupunktur, hyperbare Sauerstofftherapie(Druckkammer),Ayurvedamassagen... nichts half wirklich.
Im Mai 2012, das rechte Ohr war mittlerweile komplett taub, kam der nächste Schock: Hörsturz auf dem linken Ohr. Diesmal bin ich sofort ins Krankenhaus. Nach dem ersten schlechten Hörtest drückte mir der Audiologe doch glatt einen Prospekt für ein Cochlea Implantat in die Hand. Die Krankenkasse würde alles bezahlen. Eine absolute Frechheit !!!
Neben Röntgen und Sonografie wurde auch noch einmal eine MRT gemacht. Unmittelbar danach verbesserte sich mein Gehör wiederum kurzzeitig. Die positive Wirkung der folgenden Infusionstherapie hielt dann leider auch nicht lange an. Das Hören auf dem linken Ohr war auch stark flukturierend. Hinzu kam die Überempfindlickeint bei bestimmten Geräuschen. Mein Gemütszustand ging immer mehr in den Keller.
Meine Frau arbeitet beim Bezirksamt und brachte mir von dort ein Buch mit, in dem sämtliche lokale Selbsthilfegruppen aufgeführt sind, u.a. auch für Schwerhörige. Auf der Internetpräsenz einer dieser Gruppen stieß ich auf einen Artkel über eine Low Level Lasertherapie, welche dort positiv
bewertet wurde. Ich nahm Kontakt auf zu einem Dr. Wilden in Regensburg. Dieser meinte ich könne sofort in seine Privatpraxis kommen. Ich war zwar noch krankgeschrieben, informierte meinen Chef aber, daß ich noch etwas länger der Arbeit fern bleiben werde, buchte Bahnticket und Hotel und fuhr
voller Hoffnung nach Regensburg. Ein dortiger Hörtest nach Abschluß der Behandlung brachte dann aber ernüchternderweise keine Besserung.
In Berlin angekommen (ja, ick bin een Berlina), ging ich wieder arbeiten. Da ich Lärm meiden sollte, wurde ein Kollege an die Maschine gestellt und ich sollte mich im Büro nur noch aufs Programmieren konzentrieren.
Die beiden MRT Untersuchungen mit der jeweils folgenden Besserung gingen mir derweil nicht mehr aus dem Kopf. Ich sprach mit meiner HNO-Ärztin darüber, sie konnte sich jedoch daraus auch keinen Reim
machen.
Vorerst wurde mein Hörvermögen mit starken Schwankungen bis Februar 2014 immer schlechter. Ich hatte mittlerweile meine eigene Stimme nur noch verzerrt gehört. Ein Gespräch mit meinem Gegenüber war das reinste Drama. Meine HNO-Ärztin war da sehr einfühlsam. Ich wurde nochmals krankgeschrieben und bekam noch einmal Infusionen.... Ohne Erfolg :-(
Nach der letzten Infusion, kurz vor Feierabend in der Praxis, sagte meine HNO-Ärztin, Sie wolle etwas ausprobieren. Sie stellte mich einer Dame vor, die Vertreterin für medizinische Produkte war.
Da ich ich ja nun schon alles mögliche ohne Erfolg ausprobierte, hatte ich keinerlei Erwartungen.
Ich sollte mich auf eine mitgebrachte Auflage legen und dort schloss sie ein Steuergerät an. Nach der Behandlung wurde ich gefragt, ob ich eine Verbesserung spüre. Diese Frage mußte ich eindeutig mit "nein" beantworten. Hatte eher das Gefühl, daß es schlechter war.
Nunja, sie gab mir Ihre Visitenkarte und einen Prospekt und meinte, wir sollten in ein paar Tagen noch einmal miteinander korrespondieren. In meinem Frust hatte ich dazu keinerlei Intentionen und vergaß schließlich sogar die Visitenkarte und den Prospekt in der HNO-Praxis.
In der darauffolgenden Nacht geschah dann etwas sehr seltsames.... ich wurde mitten in der Nacht wach und konnte wieder das Rascheln meiner Bettdecke hören. Am Morgen darauf konnte ich mich wieder einigermaßen mit meiner Frau unterhalten und die Verzerrung meiner eigenen Stimme war fast weg.
Ich war völlig überrascht und fragte mich nun, ob das wirklich dieses Gerät bewirkt hat, oder ob das die Nachwirkung der Infusionen war. Jedenfalls rief ich in der HNO-Praxis an und bat die nette Sprechstundenhilfe, mir Visitenkarte und Prospekt nach Hause zu senden.
Nach ca. fünf Tagen verschlechterte sich mein Zustand wieder. Ich rief die Vertreterin an und bat um eine nochmalige Sitzung/Behandlung, ich konnte sofort zu ihr fahren.
Am nächsten Tag ging es mir dann wirklich wieder besser. Von da an war mir klar : Das Gerät wirkt.
Fragte sich bloß: wie lange hält die Wirkung an? Man konnte das Gerät ja vor dem Kauf testen.
Tja, was soll ich sagen ? Ich habe das Gerät letztendlich gekauft. Es ist schon ziemlich teuer, aber wenn ich bedenke, was für Summen ich vorher in meine Gesundheit investiert habe, hat sich dieser Kauf doch voll und ganz gelohnt. Mein Zustand hat sich sogar noch weiter verbessert. Zwar immer noch mit Schwankungen, aber auf weitaus höherem Niveau. Ich kann sogar wieder Musik hören, nicht perfekt, aber immerhin so, daß es mir Freude bereitet :-)
Wie sich im nachhinein herausstellte, hat meine HNO-Ärztin die besagte Vertreterin auf dem Golfplatz kennen gelernt. Diese stellte ihr das Produkt vor, welches via Magnetismus Signale überträgt und somit die Durchblutung der Mikrogefäße anregt. Meine HNO-Ärztin hatte dann sofort den link zu meinen Erlebnissen nach den MRT-Untersuchungen. So kam der Kontakt zustande.
Meiner Ärztin schulde ich noch einen dicken Blumenstrauß. Sie ist eine von den wenigen Spezies Arzt, die nicht mit Scheuklappen ausschließlich auf die Schulmedizin pochen.
Ich selbst bin mittllerweile begeisterter Anhänger dieses Systems. Hierzu folgender link: http://www.bemer-partner.berlin
Im April dieses Jahres ließ sich nach einem Hörtest im tiefen und mittleren Frequenzbereich eine Verbesserung von bis zu zwanzig dB feststellen. Werde nächste Woche nochmals einen Hörtest machen lassen und erwarte eine weitere Verbesserung. Werde bei der Gelegenheit auch endlich meine "Schuld" begleichen.

Noch ein paar Worte zu Deinem Job. Ich weiß ja nicht, was Du so beruflich machst, aber solange Du nicht gerade Feuerwehrmann oder ähnliches bist, wo räumliches Hören ja lebenswichtig sein kann, solltest Du Dir da keine Sorgen machen. Kannst ja noch auf jegliche Art kommunizieren. Lediglich bei körperlicherArbeit solltest Du aufgrund Deiner Operation noch ein paar Wochen aufpassen.
Wichtig ist, das andere Ohr gesund zu halten, also möglichst Stress und Ärger zu vermeiden. Ich habe nämlich keine Rücksicht auf mich selbst genommen und dann auch prompt die Quittung kassiert.

Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir gern eine persönliche Nachricht zukommen lassen.

In diesem Sinne nochmals alles Gute
RTLFernsehen
Beiträge: 5
Registriert: Do 11. Sep 2014, 08:45

Re: Hörsturz. ..

Beitrag von RTLFernsehen »

Hallo,

wir planen einen Beitrag über das Thema "Hörsturz". Es sind immer mehr Menschen davon betroffen und häufig werden die ersten Anzeichnen, die auf einen Hörsturz hindeuten, nicht ernst genommen. Wir möchten daher gerne in unserem Mittagsmagazin darüber informieren. Um dem Zuschauer diese Thematik besser nahe bringen zu können, würden wir gerne mit einer Hörsturzpatientin über ihre Erfahrungen sprechen und ein TV-Interview mit ihr führen.

Sofern Interesse besteht oder Sie jemanden kennen, der in Frage kommen würde, melden Sie sich bitte unter folgender E-Mailadresse BerlinRecherche@infonetwork.de.

Vielen Dank!
RTL Berlin
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